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Europäisch-Nordamerikanischer Dialog
zur Globalisierung der Offshore - Windbranche

Europäisch-Nordamerikanischer Dialog – Offshore Summit
Europäisch-Nordamerikanischer Dialog – Offshore Summit

Ein gemeinsames Projekt von:

  • Invest in Mecklenburg-Vorpommern
  • GADORE Center USA, Philadelphia
  • Wind Energy Network Rostock

Rückblick –
1. Offshore Summit
am 10. und 11. September 2009 in Rostock

Neue US-Regierung konkretisierte Offshore-Windprojekte - Europa ist Vorbild für die Vereinigten Staaten

Erster „Offshore Summit: European-North American Dialog“ am 10. und 11. September 2009 in Rostock unterstützte den Erfahrungsaustausch zwischen Europa und den USA zu Offshore-Windprojekten

Der frühzeitige und konkrete Erfahrungsaustausch zwischen Offshore-Unternehmen und US-Bundesstaaten war Thema des ersten Euro-Amerikanischen Offshore-Summits, der am 10. und 11. September in Rostock stattfand. Gastgeber und Initiator war Invest in Mecklenburg-Vorpommern, Organisator das GADORE Center USA (German American Dialog on Renewable Energy). Die Veranstaltung wurde unterstützt vom VDMA Power Systems. Auch die British Wind Energy Association und die American Wind Energy Association haben sich an der Veranstaltung beteiligt. Zudem haben die US-Bundesstaaten New Jersey, Massachusetts, Virginia und Maryland über ihre Offshore-Aktivitäten berichtet.

Die Hersteller und Entwickler von Offshore-Windenergieanlagen, Siemens Wind Power, REpower Systems, Gamesa und Clipper haben ihre Erfahrungen und Planungen präsentiert, ebenso die EnBW Erneuerbare Energien, Projektierer von Offshore-Windparks. Einen besonderen Stellenwert hatte die Offshore Supply Chain, die strategisch wichtige Zuliefererkette: Zahlreiche Zulieferer und Projektpartner, wie zum Beispiel MWB Motorenwerke Bremerhaven, ep4offshore, Ed. Züblin und WeserWind, haben über komplexe Problemstellungen und effektive Lösungen referiert.

„International unterschiedliche Weichenstellungen, Erfahrungswerte und Kompetenzen im Offshore-Geschäft steht im Mittelpunkt der Veranstaltung“, so Annette Nüsslein, GADORE Center USA (Deutschlandbüro).

„Der Offshore Summit: European-North American Dialog soll ab sofort einmal im Jahr in Rostock eine Plattform für diesen interkontinentalen Austausch bieten“, erklärte Michael Sturm, Geschäftsführer von Invest in Mecklenburg-Vorpommern. Erst kürzlich begannen die Bauarbeiten für den ersten Offshore-Windpark vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Bauherr des Offshore-Windparks "Baltic 1" ist die Vattenfall Europe Baltic Offshore Grid (VE BOG). Betreiber ist die Energie Baden-Württemberg (EnBW). "Baltic 1" soll 21 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 48,3 Megawatt umfassen. Der jährliche Ertrag von knapp 180 Gigawattstunden Strom soll mehr als 50 000 Haushalte mit Strom versorgen. Im Frühjahr 2008 hatte die EnBW vier Offshore-Windkraftprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 1.200 Megawatt erworben. Mit "Baltic 1" vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und „Kriegers Flak“ vor Rügen liegen zwei der Windkraftprojekte in der Ostsee, in der Nordsee sind "He dreiht" und der "Hochseewindpark Nordsee" angesiedelt. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren rund drei Milliarden Euro investiert werden.

Nicht nur in Europa und Deutschland, sondern gerade auf dem amerikanischen Markt sind bemerkenswerte Entwicklungen zu beobachten. Erst am 23. Juni hat die US-amerikanische Regierung fünf Offshore-Windprojekte vor den Küsten New Jerseys und Delaware freigegeben. US-Innenminister Ken Salazar erklärte den Ausbau der Offshore-Windenergie zu einer Regierungsangelegenheit von höchster Priorität.

Die vier Offshore-Projekte in New Jersey sollen mit jeweils 350 Megawatt (MW) installierter Leistung zusammen genug Strom produzieren, um bis zu 120.000 Haushalte zu versorgen. Der Bau soll 2012 mit den ersten 5 Turbinen beginnen, 2013 soll der erste Offshore-Strom fließen. Gouvernor Jon Corzine (New Jersey) sieht dies als große Chance für seinen Bundesstaat, bis 2020 dreißig Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen, wie Wind, Solar und Biomasse, zu gewinnen. Bewegung gibt es auch im Cape Wind-Projekt in Massachusetts. 130 Turbinen sollen dort aufgestellt werden. Energy Management Inc. (EMI), Projektentwickler aus Massachusetts, rechnet dort mit vielen neuen Jobs in Produktion, Netzausbau, Logistik sowie Wartung und Service.

Hintergrund

Die 28 Küstenstaaten der USA haben einen Anteil von 78 Prozent am nationalen Stromverbrauch. Das Gesamtpotenzial der mittleren Atlantikregion für die Offshore Windenergieerzeugung wird auf 330 Gigawatt geschätzt – das ist mehr, als der Energieverbrauch der gesamten Region.

In Europa werden in acht Ländern bereits 1.500 Megawatt Strom aus Offshore-Windenergie gewonnen. Die EU-Kommission kündigte im Rahmen des europaweiten Konjunkturprogramms an, weitere 565 Millionen Euro in diesen Sektor zu investieren.

Informationen über die Initiatoren der Veranstaltung »